Arbeits- und Gesundheits­schutz

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen ist eine wichtige Aufgabe. Gesunde Arbeitsbedingungen tragen dazu bei, dass sich an der einzelnen Schule die Arbeitszufriedenheit der Lehrkräfte erhöht. Dies wiederum wirkt sich positiv auf den Unterricht und die Erziehung der Schüler aus.

Die Bezirksregierung Detmold ist verantwortlich für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der im Regierungsbezirk beschäftigten Lehrkräfte an öffentlichen Schulen. Zusammen mit der B.A.D GmbH als betriebsärztlichem Dienst werden grundlegende Fragen und Einzelfragen bearbeitet.

Für Hinweise und Fragen stehen Ihnen Mitarbeiter des Dezernates 47 gern zur Verfügung:

Ansprechpartner Dezernat 47
 

Soziale Ansprechpartner

Es gibt Situationen im Leben jedes einzelnen, die sehr stark belasten können. Lebensverändernde Ereignisse, Einsamkeit, Ängste, Süchte und nicht zuletzt Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation können manchmal nicht mehr aus eigener Kraft bewältigt werden.  

Bei der Bezirksregierung Detmold gibt es seit 2009 im Bereich der Schulen „die Sozialen Ansprechpartner/innen – SAP“.

Die Aufgabe als SAP ist es, Kolleginnen und Kollegen, die mit seelischen und sozialen Problemen belastet sind, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob diese Probleme beruflich oder privat verursacht sind.

Sie werden nur auf ausdrücklichen Wunsch einer Kollegin oder eines Kollegen tätig – und dann auch nur so lange und in dem Umfang, wie es gewünscht bzw. vereinbart wird.

Sie setzen sich auf freiwilliger Basis für Abhilfe bei unterschiedlichen Belastungen der Einzelnen im privaten wie im beruflichen Leben sowie für ein gutes Klima am Arbeitsplatz in der Schule ein.

Die SAP nehmen sich gerne Zeit, in persönlichen Gesprächen Ihre Situation kennen zu lernen. Darauf abgestimmt, bemühen sie sich mit Ihnen gemeinsam, einen Lösungsweg zu finden. Sie sind zur strikten Geheimhaltung verpflichtet und unterliegen keinerlei Weisungen.

Der Leitgedanke:
Die SAP geben Hilfe zur Selbsthilfe und machen Mut zum eigenen Handeln

SAP Flyer mit Ansprechpartnern

Betriebliches Eingliederungsmanagment - BEM
Betriebsärztlicher Dienst B.A.D GmbH

Informationen zu den Workshops/ Amed-Module finden Sie hier:

Hinweise und Handlungsempfehlungen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Schulen

Informationen zu folgenden Themenbereichen finden Sie hier.

  • Arbeiten in Schulräumen
    Hinweise für ein "gesundes" Raumklima
  • Checklisten mit Prüfkriterien zur Gefährdungsbeurteilung an Schulen
    (Diese dienen zur Ermittlung der Gefährdungspotenziale der Arbeitsplätze)
  • Fragebogen zum beruflichen Einsatz in der Schule
  • Gefährdungsbeurteilung "Mutterschutz für Lehrerinnen" in NRW
  • Hinweise zum Infektionsschutz
  • Informationsmaterialien
    (Informationsbroschüren zu speziellen Themen wie PCB, Schimmelpilze, Lärm, Gefahrstoffe an Grund- und Sonderschulen, Arbeiten in
    Schulräumen -Hinweise für ein gesundes Raumklima)
  • Literaturhinweise für Berufskollegs
  • Mutterschutz bei schwangeren Lehrerinnen
    (Hinweise und Handlungsempfehlungen für den Infektionsschutz)

Hier finden Sie weitere wichtige Anregungen und Arbeitserleichterungen zum Thema:

Sprech: ZEIT 24/7 für Lehrkräfte in NRW

Psychosoziale Fragen und Probleme können das Berufs- und Arbeitsleben belasten. Die Sprech:ZEIT 24/7 bietet eine erste vertrauliche und leicht zugängliche Anlaufstelle für diese Themen. Alle Berater und Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

  • vertraulich . kompetent . anonym . kostenlos
  • 24 Stunden pro Tag und 7 Tagen der Woche erreichbar unter:
  • 0800/ 00 07 715

Sprechen Sie mit Experten:

  • Belastung in der Schule und im Privatleben
  • Überlastungssituation
  • Sucht, Auswirkungen von Krankheit
  • Umgang mit Veränderungen und persönlichen Krisen

Flyer

Angelegenheiten der schwerbehinderten Lehrkräfte an öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Detmold

Menschen mit Behinderung sind nach dem Sozialgesetzbuch IX Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben. Schwerbehindert ist derjenige, der einen Grad der Behinderung von mindestens 50 hat oder einen Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei denen die übrigen Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 SGB IX vorliegen. 

Die schwerbehinderten Menschen haben gegenüber ihrem Arbeitgeber nach § 164 SGB IX Anspruch auf Ausstattung ihres Arbeitsplatzes mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen unter Berücksichtigung der Behinderung und ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigung.

Auch eine Schule ist ein Arbeitsplatz, bei dem eine spezielle Ausstattung notwendig werden kann.

Für eine leidensgerechte Ausstattung ihres Arbeitsplatzes ist ein formloser Antrag unter Beifügung einer Kopie des gültigen Schwerbehindertenausweises und der Angabe Ihrer persönlichen Daten notwendig. Hilfreich ist auch ein ärztliches Attest, in dem die Notwendigkeit der Maßnahme aufgrund der Schwerbehinderung bescheinigt wird.

Die Ausstattung eines Arbeitsplatzes kann durch verschiedenste Hilfsmittel erfolgen, z.B.:

  • Behindertengerechte Tische und Stühle
  • Technische Hilfen beim Öffnen von Türen
  • Handläufe, Geländer, auch im Außenbereich
  • Behindertengerechter Ein- oder Umbau von Schränken und Ablagen
  • Spezielle Soft- und Hardware für PC-Anwendungen für Seh- und Hörgeschädigte
  • Umbau von Sanitäranlagen

Bei der Prüfung, welche Hilfen im Einzelfall notwendig sind, kann im weiteren Verlauf ein Ortstermin vereinbart werden, um die Gegebenheiten vor Ort zu besichtigen. Je nachdem welche Maßnahme durchgeführt werden sollen, werden die zuständigen Stellen von hier aus informiert und in das weitere Verfahren einbezogen.

Sollte es sich um eine Schwerbehinderung im Bereich Hören und Sehen handeln, können speziell geschulte Mitarbeiter von den Integrationsfachstellen hinzugezogen werden.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:

Heike Albrecht

Bezirksregierung Detmold

Leopoldstr. 15

32756 Detmold

Tel.: 05231-714707

E-Mail an das Dezernat 47

Copenhagen Psychosocial Questionnaire - COPSOQ

Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) hat die Bezirksregierung Detmold gebeten, im September des Jahres 2021 an allen öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Detmold psycho-soziale Faktoren am Arbeitsplatz durch die Freiburger Forschungsstelle für Arbeitswissenschaften GmbH (FFAW) nach der Erstbefragung in den Jahren 2014 und 2017 erneut erheben zu lassen. Die an einer Schule erhobenen Daten werden in einem Schulbericht zusammengefasst und sind Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung im Bereich psycho-sozialer Faktoren am Arbeitsplatz.
Das Arbeitsschutzgesetz stellt die Verhütung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit und damit einen präventiven Gesundheitsschutz für die Beschäftigten in den Vordergrund. Zu den wichtigsten Aufgaben in diesem Sinne zählen die Beurteilung der mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen und die anschließende Ermittlung ggf. notwendiger Arbeitsschutzmaßnahmen. Verantwortlich für die Durchführung dieser Gefährdungsbeurteilung ist gemäß § 59 Abs. 8 SchulG NRW im Schulbereich die Schulleiterin bzw. der Schulleiter.

Um Ihnen diese Aufgabe zu erleichtern, haben sich das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) bzw. die Bezirksregierung Detmold und die Hauptpersonalräte sowie die Hauptvertrauenspersonen der Schwerbehinderten hinsichtlich der Erhebung von psychosozialen Faktoren bei der Arbeit auf eine Befragung der Lehrkräfte mit einem standardisierten Fragebogen verständigt (Personenbezogene Gefährdungsbeurteilung). Der erste Teil des Fragebogens ist schulformspezifisch gestaltet. Es handelt sich dabei wie in der ersten Erhebung um einen wissenschaftlich validierten Fragebogen auf Basis des Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ), der an die Situation der Lehrkräfte in NRW angepasst wurde. Die Erfahrungen aus der ersten Erhebung im Land NRW sind eingeflossen und der Fragebogen wurde an einigen Stellen verändert.

Ihre Schulleitung erhält ca. 4 Wochen nach dem  Ende der Befragung einen anonymisierten Gesamtbericht, der einen Überblick über die Belastungsspitzen im Kollegium gibt. Aus diesem Grund, insbesondere jedoch, um ein möglichst umfassendes Bild für Ihre Schule zu erhalten, ist eine hohe Beteiligung von Lehrerinnen und Lehrern an der Befragung sehr wichtig. 

Informationen zur Befragung und zu dem gewählten Verfahren finden Sie hier. Diese werden regelmäßig ergänzt. 

 

Stand: Oktober 2021