Neubau der 110-/380-kV-Höchstspannungsleitung Halle/Hesseln-Borgholzhausen/Königsholz

Planfeststellung für den geplanten Neubau des zweiten nordrhein-westfälischen Abschnitts der 110-/380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen den Umspannanlagen Gütersloh (Kreis Gütersloh, NRW) und Wehrendorf (Bad Essen, Landkreis Osnabrück, Niedersachsen)

Die Amprion GmbH, Dortmund, hat am 18.12.2020 bei der Bezirksregierung Detmold die Planfeststellung für den geplanten Neubau des zweiten nordrhein-westfälischen Abschnitts der 110-/380-kV-Höchstspannugsleitung zwischen den Umspannanlagen Gütersloh (Kreis Gütersloh, NRW) und Wehrendorf (Bad Essen, Landkreis Osnabrück, Niedersachsen) beantragt. Der Abschnitt umfasst die 110-/380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen den Punkten Hesseln (Halle/Westfl.) und Königsholz (Borgholzhausen, Landesgrenze NRW/Niedersachsen).

Mit dem geplanten rd. 8 km langen Leitungsneubau sollen bereits vorhandene 110- und 220-kV-Freileitungen ersetzt werden. Das Vorhaben umfasst zwei Freileitungsabschnitte, einen Erdkabelabschnitt und zwei sog. „Kabelübergabestationen“ (KÜS), die notwendig sind, um die Freileitungsabschnitte auch als Erdkabel weiterzuführen zu können. Vom Punkt Hesseln aus und durch das Hesseltal hindurch bis zur KÜS „Riesberg“ nordwestlich von Wichlinghausen ist eine Freileitung vorgesehen. Ein rd. 4,2 km langer Erdkabelabschnitt, der an der nördlich des Knotenpunktes Wellingholzhauser Straße/Hengbergweg geplanten KÜS „Klusebrink“ endet, soll sich anschließen. Von dort bis zum Punkt Königsholz an der Landesgrenze und über sie hinweg soll dann wieder ein Freileitungsbau erfolgen.

Von dem Vorhaben betroffen sind Gebiete der beiden Städte Halle/Westf. und Borgholzhausen. Ausschließlich für landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen werden auch zur Stadt Rheda-Wiedenbrück gehörende Flächen benötigt. Über die Nutzung dieser Flächen hat sich die Vorhabenträgerin mit den jeweiligen Eigentümern jedoch bereits privatrechtlich verständigt. Betroffenheiten Dritter ergeben sich daher insoweit nicht.

Die Planunterlagen liegen in der Zeit vom 27.01.2021 bis 26.02.2021 zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich aus. Da wie viele andere öffentliche Gebäude und Räume auch die Rathäuser und Dienststellen der Städte Halle/Westf. und Borgholzhausen pandemiebedingt nicht bzw. nur eingeschränkt zugänglich sind, erfolgt die Auslegung nach den Regelungen des Gesetzes zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Planungs- und Genehmigungsverfahren während der COVID-19 Pandemie im Internet. Die Planunterlagen werden daher ab Auslegungsbeginn am 27.01.2021 hier (Link siehe unten) einsehbar sein. Bei Bedarf, nach vorheriger Terminvereinbarung (Telefon oder E-Mail) und soweit es der Infektionsschutz zulässt, werden die Unterlagen gleichwohl und zusätzlich in beiden Städten auch vor Ort in einer ausgedruckten Fassung eingesehen werden können. Auf die ortsüblichen Bekanntmachungen der beiden Städte wird dazu verwiesen. Die zum Zeitpunkt der Einsichtnahme jeweils geltenden Infektionsschutz- und Hygienebestimmungen sowie ggf. erforderliche Zutrittsbeschränkungen sind bei der etwaigen Einsichtnahme vor Ort zu beachten. 

Davon unabhängig und weil das Vorhaben unter die Regelungen des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung fällt, werden die Bekanntmachungen und die Planunterlagen auch über das zentrale Internetportal für UVP-pflichtige Vorhaben (Adresse: https://www.uvp-verbund.de/nw) veröffentlicht.

Eine einmonatige Einwendungsfrist schließt sich an die Auslegung an. Bis zum 26.03.2021 können daher bei den Städten Halle/Westf. und Borgholzhausen sowie bei der Bezirksregierung Detmold Einwendungen gegen den Plan zum Neubau der Höchstspannungsfreileitung zwischen den Punkten Hesseln und Königsholz erhoben werden. Auch hierzu wird auf die ortsüblichen Bekanntmachungen zur Auslegung verwiesen.

Alle Einwendungen und auch die Stellungnahmen der Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange, die parallel beteiligt werden, werden dann zunächst der Vorhabenträgerin zur Auswertung und Erarbeitung „Gegenäußerung“ zugeleitet werden.

Das Verfahren wird fortgesetzt, sobald die Gegenäußerungen vorliegen.

Hinweis zur Auslegung: Wie die Vorhabenträgerin der Bezirksregierung Detmold zum Beginn der Auslegung mitteilt, wird sie allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern

  • am Donnerstag, dem 04.02.2021, sowie 
  • am Donnerstag, dem 18.02.2021

jeweils in der Zeit vom 15 Uhr bis 17 Uhr im Rahmen einer Telefonsprechstunde unter der der Nr. 0800 5895 2474 (Kennwort „EnLAG 16 Telefonsprechstunde“) für Fragen zu ihrer Planung und den von ihr erstellten Unterlagen zur Verfügung stehen.   

 

Verzeichnis der Planunterlagen (siehe hier)

Stand: Januar 2021