03.03.2021

Renaturierung der Lippe - Baustellenbetrieb wieder in vollem Gang

Detmold (3. März 2021). Der harte Wintereinbruch im Februar und die erhöhten Abflussmengen der Lippe haben die Bauarbeiten an der Lippe bei Sande im Februar für etwa drei Wochen gestoppt. Jetzt ist der Baubetrieb wieder voll angelaufen. Die Renaturierung des Flusses soll noch im März fertig gestellt werden – etwa drei Wochen später als zunächst geplant. 
 

Damit die verlängerte Bauzeit nicht in Konflikt mit dem Arten- und Lebensraumschutz kommt, lässt die Bezirksregierung den Bau durch Umweltfachkräfte begleiten. Das ist insbesondere deswegen wichtig, weil die Vegetationsperiode langsam wieder beginnt. 

Konkret gilt es, Verlängerungen des Flusslaufes fertig zu stellen und einen Weidezaun um das renaturierte Gebiet herum zu errichten. Für den Zaunbau müssen auf einer Breite von etwa drei Metern abschnittsweise circa 15 Jahre alten Birken entnommen werden – jedoch erst, wenn die ökologische Baubegleitung die Entnahme geprüft und frei gegeben hat. 

Natur nimmt Angebot an

Ein Teil der Maßnahme war schon vor dem Wintereinbruch fertig geworden. Teile der Flusslaufverlängerungen sind bereits angebunden und in Betrieb. Und schon jetzt sind erste Effekte zu sehen: Ausgedehnte Kies- und Sandbänke haben sich entwickelt. Eigendynamisch sind Nebenrinnen und Flutmulden entstanden. Kurz: eine Auenlandschaft entsteht. Typische Tierarten wie Eisvogel, Silberreiher, Graugans und verschiedene Entenarten beginnen mit der Erschließung des neuen Lebensraums. 

Baufeld weiter gesperrt

Aus Gründen der Sicherheit und des Arbeitsschutzes dürfen Unbefugte das Baufeld während der Arbeiten weiterhin nicht betreten. Das Befahren der Lippe mit Kanus sowie das Angeln im renaturierten Bereich sind während des Baubetriebs darüber hinaus streng untersagt. 

Leider sind aufgrund der anhaltenden Pandemie keine Baustellenführungen möglich. Über den Fortgang der Arbeiten informiert die Internetseite www.wilde-lippe.de.