Die TenneT TSO GmbH, Bernecker Straße 70, 95448 Bayreuth hat als Vorhabenträgerin bei der Bezirksregierung Detmold die Planfeststellung gem. § 43m Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) i.V.m §§ 43 ff. EnWG und §§ 72 ff. des Verwaltungsverfahrensgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW) beantragt. Das Vorhaben umfasst die Erhöhung der Übertragungskapazität innerhalb Nordrhein-Westfalens zwischen den Umspannwerken (UW) Ovenstädt, Eickum und Bechterdissen. Gemäß des NOVA-Prinzips (Netzoptimierung vor -verstärkung und vor -ausbau) ist geplant, die Stromtragfähigkeit zwischen den UW Ovenstädt und Eickum (ca. 45 km Länge, Leitungsnummer: LH-10-3018) sowie zwischen den UW Eickum und Bechterdissen (ca. 15 km Länge, Leitungsnummer: LH 10-3009) durch eine Umbeseilung der Bestandsleitung auf sogenannte Hochtemperaturseile (HTL) von bisher 2.800 A je Stromkreis auf dann 4.000 A zu erhöhen. Der Einsatz von Freileitungsprovisorien ist vorgesehen.
Von der Realisierung der Maßnahme sind folgende Gemeinden (Gemarkungen) betroffen: Bad Oeynhausen (Wulferdingsen), Bad Salzuflen (Lockhausen), Bielefeld (Altenhagen, Brönninghausen, Jöllenbeck, Ubbedissen), Enger (Herringhausen-West, Oldinghausen), Herford (Diebrock, Eickum, Elverdissen, Herringhausen-Ost, Laar, Stedefreund), Hiddenhausen (Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen, Oetinghausen, Schweicheln-Bermbeck), Hille (Hartum, Holzhausen II, Nordhemmern, Oberlübbe, Rothenuffeln, Südhemmern, Unterlübbe), Hüllhorst (Bröderhausen, Schnathorst, Tengern), Kirchlengern (Häver, Kirchlengern, Südlengern-Dorf), Leopoldshöhe (Bechterdissen, Nienhagen, Schuckenbaum), Löhne (Mennighüffen, Obernbeck, Ulenburg), Minden (Stemmer, Todtenhausen) und Petershagen (Eldagsen, Friedewalde, Maaslingen, Meßlingen, Ovenstädt, Petershagen, Südfelde)
Da die Voraussetzungen des § 43m Abs. 1 EnWG vorliegen, war von der Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung und einer Prüfung des Artenschutzes nach den Vorschriften des § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz abzusehen.