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Hegegemeinschaft „Emmer“ will Hilfsprogramm für Äschen durchführen

Auf Initiative der Oberen Fischereibehörde der Bezirksregierung Detmold wurde jetzt die Hegegemeinschaft „Emmer“ gegründet.

Ludwig Bartmann, Fischereidezernent der Bezirksregierung Detmold, und sein niedersächsischer Kollege Michael Kämmereit vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit  erläuterten den Anglern im Vereinsheim der Sportanglergemeinschaft Lügde e.V. die Ziele einer Hegegemeinschaft.

Wichtigster Grund für die Gründung der Hegegemeinschaft ist der bedauerliche Rückgang der Äsche. Nach Informationen Bartmanns sind die Gründe für den Rückgang der Äsche vielfältig; Ein wesentlicher Grund dürfte in den Sedimenteinträgen liegen.

Einschlägige Erfahrungen konnten an der Emmer bereits im Rahmen von bisherigen Projekten eines sog. Äschen-Hilfsprogrammes am Oberlauf des Flusses gewonnen werden. Hieran haben die Fischereivereine seit zwei Jahren mit wissenschaftlicher Begleitung durch den von der Bezirksregierung beauftragten Biologen gearbeitet.

Die Hegegemeinschaft Emmer wird das Äschenhilfsprogramm nun bezogen auf den gesamten Flusslauf weiter betreiben. Noch in diesem Frühjahr werden ausgesuchte Kies- und Schotterbereiche soweit gereinigt, dass die Voraussetzungen für die natürliche Vermehrung der Äsche wieder gegeben sind. Außerdem sollen Äschen gefangen und bis zur Laichreife in einem speziell hergerichteten Mühlenkanal gehältert werden.

Bartmann weiter: „Wenn alles klappt, wird der Äschennachwuchs dann in die Emmer eingebracht. Zusätzlich soll durch eine Untersuchung festgestellt werden, ob der genetische Code der Emmer-Äsche mit den Merkmalen von Äschen aus anderen Nebenflüssen der Weser, übereinstimmt. Nur wenn dieses der Fall ist, können Besatzmaßnahmen aus derartigen externen Beständen überhaupt in Frage kommen.

Der Hegegemeinschaft Emmer liegen neben der Äsche selbstverständlich der gesamte Fischbestand und alle Lebensgemeinschaften am Herzen.“

Die Hegegemeinschaft begrüßte, dass nunmehr die Umflut der Emmer um den Schiedersee in die greifbare Nähe rückt. Die Anglergemeinschaft will die weiteren Schritte konstruktiv begleiten. In diesem Sinne wird auch ein Mitwirken beim Vollzug der Europäischen Wasserrahmerichtlinie für die Hegegemeinschaft Emmer eine wichtige Rolle spielen. Sie wird daher auch eine Stellungnahme für die Bewirtschaftungsplanung der Emmer abgeben.

Auf der Grundlage aller Stellungnahmen, die nunmehr Bürger und Interessensgruppen und „Träger öffentlicher Belange“ bis zum 21. Juni 2009 abgegeben können, wird der Bewirtschaftungsplan bis zum  22. Dezember 2009 erstellt werden.

In NRW können diesbezügliche Informationen bei der Geschäftsstelle der Bezirksregierung für die Wasserrahmenrichtlinie eingeholt werden (wrrl-weser@bezreg-detmold.nrw.de). Für die Niedersächsischen Bereiche der Emmer ist der Landkreis Hameln-Pyrmont zuständig (torsten.roepke@hameln-pyrmont.de).

 

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