Bezirksregierung Detmold

Bezirksregierung Detmold LOGO_BRDT_Druck_NRW
Behördenlogo mit Link zur Startseite
Navigation überspringen
Übersicht Organigramm Kontakt Datenschutz Impressum Kontrast A a

Hauptnavigation

Bezirksregierung schließt Bodenordnungsverfahren ab: Flurbereinigung hilft der Natur und verschönert den Ort

Detmold (19. September 2019). Die Flurbereinigungsverfahren „Ottenhausen“ und „Heubach“ in der Gemarkung Ottenhausen sind abgeschlossen. Die Bezirksregierung vollzieht die letzten formellen Schritte bis zum Ende dieses Jahres. Die Teilnehmergemeinschaft des Verfahrens „Ottenhausen“ und Vertreter der Bezirksregierung Detmold haben am Dienstag, 17. September, im Dorfgemeinschaftshaus in Ottenhausen Bilanz gezogen.

„Alle Beteiligten haben die Ziele erreicht, die für dieses Verfahren gesteckt wurden.“ Auf diese Formel brachte es Rainer Runte, zuständiger Dezernent der Bezirksregierung bei der Abschlussversammlung. Die Ortsgemeinschaft Ottenhausen, die Stadtverwaltung Steinheim und die Kreisverwaltung Höxter hätten sich mit viel Engagement eingebracht. „So konnte ein Baustein zur Entwicklung des ländlichen Raumes gesetzt werden“, sagte Runte. „Mit diesem Verfahren endet ein beispielhaftes Dorfentwicklungsverfahren in unserer Region.“

Zweck der Flurbereinigung war, ökologisch wertvolle Flächen der Gemeinde Ottenhausen für den Naturschutz zu sichern. Gleichzeitig sollten die Grundstückseigentümer Ersatzflächen zur Bewirtschaftung und Nutzung erhalten. Das Verfahren war 1993 begonnen worden. Seitdem wurden über das Konto der Teilnehmergemeinschaft knapp 800.000 Euro bewegt. Auf den Landerwerb durch Heimatverein und Teilnehmergemeinschaft entfallen davon etwa 380.000 Euro, auf den Wegebau 290.000 Euro, auf verschiedene Naturschutzmaßnahmen, zum Beispiel „Multhöpen“, 70.000 Euro sowie 60.000 Euro auf Vermessung und sonstiges. Weitere 390.000 Euro hat die öffentliche Hand an Zuschüssen gewährt. Insgesamt wurden 268 Hektar Fläche in der Gemarkung Ottenhausen in das Bodenordnungsverfahren einbezogen, eine Fläche in etwa so groß wie der Berliner Wannsee. Die Biotope gehören jetzt dem Heimatverein Ottenhausen.

Doch nicht nur die Natur hat profitiert: Mit eingeschlossen war ab dem Jahr 2002 die Ortschaft Ottenhausen. Rad- und Gehwege wurden ausgebaut, Flächen wurden neu vermessen. Der Ortskern konnte neugestaltet werden. „Der hierfür erforderliche Grundstückstausch wurde jeweils einvernehmlich geregelt“, schildert Rainer Runte. Träger des Verfahrens ist der Heimatverein Ottenhausen e.V., er hat Zuschüsse des Landes NRW und der Nordrheinwestfalen-Stiftung erhalten. „Die Teilnehmer des Verfahrens mussten keine Beiträge leisten“, so Runte. Grundbücher und Liegenschaftskataster seien mittlerweile berichtigt. „Ein tolles Zusammenwirken von verschiedenen Behörden zum Wohle des ganzen Dorfes Ottenhausen und seinen Menschen hat hier stattgefunden“ so resümiert Reinhard Spieß als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft die Ergebnisse des Flurbereinigungsverfahrens.

Verfahren „Heubach“ sichert wertvolle Uferflächen

Mit der Flurbereinigung „Heubach“ endet das zweite Verfahren in der Gemarkung Ottenhausen. Auch hier sind in den vergangenen Jahren wertvolle Flächen für den Naturschutz gesichert worden. Beginn war im Dezember 1998, Träger ist die Stadt Steinheim. 217 Hektar Fläche wurden in diesem Verfahren behandelt. Die Stadt Steinheim bekommt im Ergebnis 28,3 Hektar für Uferstreifen am Heubach, das Land NRW erhält 2,6 Hektar an der Emmer. Die Verfahrenskosten betragen etwa 390.000 Euro.

 
Zur Navigation