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Arbeitsschutz in nuklearmedizinischen Praxen und Klinikabteilungen verbessert

Detmold (15. März 2018). Der Arbeitsschutz für die Beschäftigten in nuklearmedizinischen Praxen und Klinikabteilungen in Ostwestfalen-Lippe hat sich weiter verbessert. Das haben die Beratungen und Nachkontrollen der Bezirksregierung Detmold gezeigt. Im Fokus standen die Handhabung von Spritzen und der Einsatz von Schutzabschirmungen. Im Rahmen des Strahlenschutzes verwenden zudem alle Einrichtungen kleine Messgeräte, die wie ein Ring auf dem Finger getragen werden können.

Die Bezirksregierung hat 22 Betreiber mit 36 nuklearmedizinischen Praxen und Klinikabteilungen in Ostwestfalen-Lippe über die Risiken bei der Handhabung von Spritzen mit radioaktiven Stoffen informiert und auf Schutzmaßnahmen wie Spritzenabschirmungen hingewiesen. Alle Einrichtungen erhielten eine Beratung durch die Bezirksregierung und weiteres Informationsmaterial des Bundesamtes für Strahlenschutz. Die Praxen und Kliniken nahmen die neuen Erkenntnisse interessiert auf und setzen die Maßnahmen auch um, wie Nachkontrollen der Bezirksregierung zeigen.

Alle Einrichtungen verwenden überdies die sogenannten Fingerring-Dosimeter. Mit diesen kleinen Messgeräten für die Mitarbeiter wird die Strahlenbelastung der Hände monatlich ermittelt. Individuelle Handhabungsfehler beim Aufziehen der Spritzen können so rechtzeitig erkannt und das Einhalten der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte gesichert werden.

Zum Hintergrund: In nuklearmedizinisch tätigen Arztpraxen und Klinikabteilungen werden sogenannte offene radioaktive Stoffe zur Untersuchung und Therapie von Patienten und im Labor genutzt. Vor allem die  Handhabung von Spritzen mit radioaktiven Stoffen erfordert von den Beschäftigen, die permanent damit umgehen, größte Sorgfalt. Aktuelle europäische Forschungsergebnisse unter Beteiligung des Bundesamtes für Strahlenschutz haben gezeigt, dass die Strahlenbelastungen für das Personal in Krankenhäusern und Arztpraxen deutlich gestiegen sind und daher verstärkt in den Blick genommen werden müssen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Dosis bei den Beschäftigten nahezu verdoppelt. Ursächlich sind eine stark angestiegene Zahl an Untersuchungen und neue Untersuchungs- und Therapieformen.

 

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