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Kiesabbau in Kalletal-Stemmen: Bezirksregierung eröffnet Planfeststellungsverfahren

Detmold (30. Januar 2018). Für die geplante Erschließung eines neuen Kiesabbaugebiets in Kalletal eröffnet die Bezirksregierung Detmold das Planfeststellungsverfahren. Die Planunterlagen, einschließlich der Umweltverträglichkeitsstudie, liegen von Freitag, 2. Februar, bis einschließlich Donnerstag, 1. März 2018, bei der Gemeinde Kalletal, der Stadt Porta Westfalica und der Stadt Rinteln aus. Einwendungen können bis zum 15. März 2018 erhoben werden.

„Die Bezirksregierung prüft das Vorhaben in einem bürgernahen und transparenten Verfahren. Dazu gehört insbesondere die Beteiligung der Öffentlichkeit“, sagt Ronny Abraham, zuständiger Dezernent bei der Bezirksregierung Detmold. Bis Ablauf der Frist am 15. März 2018 kann sich die betroffene Öffentlichkeit auch zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens äußern. Zusätzlich zur Auslegung vor Ort werden die Planunterlagen auch im Internet auf der Homepage der Bezirksregierung veröffentlicht. „Verfahrensrechtlich maßgeblich ist jedoch allein die Auslegung vor Ort“, betont Ronny Abraham.

Alle, die von dem Vorhaben betroffen sind, können bei der Gemeinde Kalletal, der Stadt Porta Westfalica, der Stadt Rinteln oder direkt bei der Bezirksregierung Detmold schriftlich oder zur Niederschrift Einwendungen erheben. „Die Erhebung einer Einwendung per einfacher E-Mail, also ohne qualifizierte elektronische Signatur oder als DE-Mail, ist hierfür nicht ausreichend“, erklärt Abraham. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der orstüblichen Bekanntmachung der drei Kommunen.

Details zum Projekt

Die H. Eggersmann GmbH & Co.KG hat die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens am 10. Mai 2017 bei der Bezirksregierung Detmold beantragt. Beabsichtigt ist die Erschließung eines Kiesabbaugebietes mit einer Gesamtfläche von rund 27,8 Hektar in Kalletal-Stemmen. Die Abgrabung soll als Nassbaggerung unter Einsatz eines elektrisch betriebenen Eimerkettenbaggers erfolgen. Das abgebaute Material soll per Schubschiff über die Weser zum bestehenden Kieswerk in der Gemarkung Varenholz transportiert und dort aufbereitet bzw. weiterverarbeitet werden. Der Abbau soll sich über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren erstrecken. Die Rekultivierung des Abbaugebietes zielt auf eine auentypische Gestaltung entlang der Weser ab.

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