Bezirksregierung Detmold

Bezirksregierung Detmold LOGO_BRDT_Druck_NRW
Behördenlogo mit Link zur Startseite
Navigation überspringen
Übersicht Organigramm Kontakt Datenschutz Impressum Kontrast A a

Hauptnavigation

Planfeststellungsverfahren Stadtbahnlinie 3 der Stadt Bielefeld: Bezirksregierung erteilt Baurecht für Hochbahnsteig „Marktstraße“

Detmold (11. Januar 2019). Die Bezirksregierung Detmold hat den Plan für den Bau des Hochbahnsteigs „Marktstraße“ sowie weitere Umbaumaßnahmen im Streckenabschnitt August-Bebel-Straße/Oelmühlenstraße der Stadtbahnlinie 3 der Stadt Bielefeld festgestellt. Damit besteht Baurecht für dieses Vorhaben.

Mit dem jetzt genehmigten Vorhaben soll die Stadtbahnlinie 3 in der August-Bebel-Straße eine barrierefreie Haltestelle in Form eines Hochbahnsteigs erhalten. So soll eine Vorgabe des Personenbeförderungsgesetzes umgesetzt werden, die Barrierefreiheit bis zum 1. Januar 2022 vorsieht. Die Kosten der Baumaßnahme werden auf rund 4,5 Millionen Euro geschätzt. Der Hochbahnsteig wird zwischen den beiden nur unweit bestehenden Haltestellen „August-Schröder-Straße“ und „Ravensberger Straße“ errichtet. Diese ermöglichen aktuell als straßenbündige Haltestellen keinen niveaugleichen Ein- und Ausstieg und werden mit dem Neubau entfallen.

Gleichzeitig mit dem Bau des neuen Hochbahnsteigs soll der betroffene Streckenabschnitt des Straßenzuges August-Bebel-Straße/Oelmühlenstraße zwischen der Einmündung der Nikolaus-Dürkopp-Straße im Norden und der Teutoburger Straße im Süden auch für den Einsatz der neuen Stadtbahnfahrzeuge des Typs „VAMOS“ hergerichtet werden. Diese längeren und vor allem breiteren Fahrzeuge benötigen für den Begegnungsverkehr einen etwas größeren Gleisabstand. Die moBiel GmbH hat diese Fahrzeuge angeschafft, um die Fahrgastkapazität ohne weitere Verdichtung des Fahrplantaktes erhöhen zu können. Hintergrund: Eine solche engere Taktung ließe der Stadtbahntunnel, den alle Bielefelder Stadtbahnlinien passieren müssen, nicht zu. Er ist bereits voll ausgelastet.

Hintergrund zum Verfahrensablauf

Die moBiel GmbH hatte das Planfeststellungsverfahren am 17. August 2017 bei der Bezirksregierung beantragt. Die Planunterlagen lagen vom 11. September bis 10. Oktober 2017 bei der Stadt Bielefeld öffentlich aus. Es wurde eine Einwendung erhoben. Sie konnte inhaltlich durch Zusagen der moBiel GmbH ausgeräumt werden. Seitens der Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange wurden 15 Stellungnahmen abgegeben. Auch diese hat die moBiel GmbH inhaltlich aufgenommen. Sie sind damit auch in den nunmehr vorliegenden Planfeststellungsbeschluss eingeflossen, mit dem das Planfeststellungsverfahren nach nur 15 Monaten abgeschlossen werden konnte. Auf einen Erörterungstermin hatte wegen des vergleichsweise geringen Konfliktpotenzials verzichtet werden können.  

Die Entscheidung wird den Verfahrensbeteiligten in diesen Tagen zugestellt. Darüber hinaus liegt eine Ausfertigung der Entscheidung zusammen mit den Planunterlagen vom 28. Januar bis zum 11. Februar 2019 beim Verkehrsamt der Stadt Bielefeld zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Die genauen Daten der Offenlegung, wie Adressen der Auslegungslokale und Öffnungszeiten, werden noch öffentlich bekannt gemacht. Unabhängig davon wird der Planfeststellungsbeschluss vom 28. Januar an auch auf der Internetseite der Bezirksregierung einzusehen sein.

Die Bezirksregierung macht darauf aufmerksam, dass der Planfeststellungsbeschluss kraft Gesetzes sofort vollziehbar ist. Zuständiges Gericht für den Fall einer Anfechtung ist das Oberverwaltungsgericht Münster.

 

Zur Navigation