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Informationen zu Mundschutz und Atemmasken

Wie unterscheiden sich Mund-Nasen-Schutz und partikelfiltrierende Halbmasken?

Mund-Nasen-SchutzMund-Nasen-Schutz (MNS) wird auch als Operationsmaske (OP-Maske) oder chirurgische Maske bezeichnet. Es handelt sich um dünne Masken, die aus zwei Stoffschichten und einer eingebetteten Filterschicht bestehen. Der MNS dient dazu, möglicherweise infektiöse Speichel- oder Schleimtröpfchen des Trägers nicht in die Umgebung gelangen zu lassen. Mund und Nase des Trägers können so auch vor Berührungen durch kontaminierte Hände geschützt werden. Aber: MNS ist kein Atemschutz!

FFP-MaskePartikelfiltrierende Halbmasken (filtering face piece, FFP) werden als Atemschutz gegen Aerosole aus festen oder flüssigen, nicht leicht flüchtigen Partikeln eingesetzt. Sie bestehen aus einem nicht auswechselbaren Filter. Eine dicht sitzende FFP2-Maske stellt einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen da. Darin sind Viren eingeschlossen.

FFP-Masken unterliegen als klassische persönliche Schutzausrüstung der "europäischen Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen". Je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters werden die Klassen FFP1, FFP2 und FFP3 unterschieden.

Weitere Informationen

Für die Ambulante Versorgung und Arztpraxen stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) Informationen zum Tragen persönlicher Schutzausrüstung (PSA) im Internet unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html zur Verfügung.

Alten- und Altenpflegeheime finden Hinweise zur Prävention und zum Management von Erkrankungen auf den Seiten des RKI unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Altenpflegeheime.html

Antworten zur Verwendung und zum Inverkehrbringen von FFP- und Atemschutzmasken sowie weiterer Persönlicher Schutzausrüstung hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Internet zur Verfügung gestellt: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ-PSA/FAQ_node.html

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu beruflichen Tätigkeiten mit SARS-CoV-2 bietet die BAuA unter https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ/FAQ_node.html

Informationen und Hinweise des RKI sowie des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFPMasken in Einrichtungen des Gesundheitswesens bei Lieferengpässen im Zusammenhang COVID-19 finden sich unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Arbeitsschutz_Tab.html

Abbildungen entnommen aus: NIOSH (Centers for Disease Controland PreventionNational Institute for Occupational Safety and Health): www.cdc.gov/niosh/npptl/pdfs/UnderstandDifferenceInfographic-508.pdf

 

Masken selber nähen - aber richtig und sicher

Im Internet kursieren verschiedene Informationen, dass Mund- Nasen-Schutz (MNS) knapp sei. Inzwischen werden daher verschiedene Anleitungen zum Selbernähen angeboten. Wichtig ist: Masken sollen schützen - nicht gefährden.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist explizit darauf hin, dass die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern wie Corona die folgenden sind:

  • eine gute Händehygiene,
  • Einhalten von Husten- und Niesregeln und
  • das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen ist.

 

Es gibt nach wie vor keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, mindert.

Für an Corona erkrankte Personen kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll sein, um andere Personen vor Ansteckung zu schützen. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes dient dazu, das Erreger nicht in die Umgebung gelangen. Es dient also insbesondere dem Schutz anderer.

Bevor Sie anfangen, einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz selber zu nähen oder bzw. zu tragen, beachten Sie dabei bitte folgende Hinweise:

  • Nicht in falscher Sicherheit wiegen: Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Dies kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen, wie eine gute Händehygiene, vernachlässigt werden.
  • Ein Behelf-Mund-Nasen-Schutz muss vor dem ersten Tragen gewaschen werden: entweder bei 90°C in der Waschmaschine oder auf dem Herd in einem Wasserbad für fünf Minuten auskochen. Anschließend ist der Behelf-Mund-Nasen-Schutz zu trocknen.
  • Nach der jeder Benutzung: Nach Benutzung ist der Behelf-Mund-Nase-Schutz vorsichtig auszuziehen. Möglichst dabei die Außenfläche nicht zu berühren. Nach dem Ausziehen die Hände gründlich waschen.
  • Vor erneuter Benutzung: Vor erneuter Benutzung muss der Behelf-Mund-Nasen-Schutz wiederum entweder bei 90°C in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden und anschließend getrocknet werden.
  • Auf das richtige Material kommt es an: Wenn Sie einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz nähen, verwenden Sie nur kochfesten Baumwollstoff (z.B. T-Shirt).
  • Verschenken Sie keine ungewaschenen Behelf-Mund-Nasen-Schutz.
  • Auf das richtige Tragen kommt es an: Achten Sie darauf, dass der Behelf-Mund-Nasen-Schutz möglichst dicht anliegt. Das ist bei Bart- und Koteletten-Trägern meist nicht möglich. Ziehen Sie den Behelf-Mund-Nasen-Schutz zwischenzeitlich nicht über das Kinn und legen ihn nicht z.B. auf einem Stuhl ab, wenn Sie ihn in Kürze erneut benutzen wollen.

 

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

 

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