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6-streifiger Ausbau der A 57 im Abschnitt Krefeld

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat am 15.02.2019 bei der Bezirksregierung Detmold die Planunterlagen für den 6-streifigen Ausbau der Bundesautobahn 57 (A 57) im sog. Ausbauabschnitt Krefeld eingereicht und die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt. Das Vorhaben umfasst die Erweiterung der A 57 von bislang 2 auf künftig 3 Spuren pro Fahrtrichtung vom Nordrand der A 57-Anschlussstelle Krefeld-Gartenstadt bis zum Südrand der A 57-Anschlussstelle Krefeld-Oppum (Bau-km 60+500 bis Bau-km 66+580). Auch die Anschlussstelle Krefeld-Zentrum ist Bestandteil dieses insgesamt 6,08 km langen Ausbauabschnitts. Er schließt im Norden an den Ausbauabschnitt Oppum (Südrand der Anschlussstelle Oppum bis Autobahnkreuz Meerbusch) an, für den die Planfeststellung durch Beschluss der Bezirksregierung Düsseldorf vom 07.07.2017 bereits erfolgt ist. Für den weiteren sich nördlich von Krefeld anschließenden Ausbauabschnitt Kapellen (Nordrand der Anschlussstelle Gartenstadt bis Autobahnkreuz Moers) steht die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens dagegen noch aus.

Die Planung beinhaltet u. a.

  • den Abriss und anschließenden Neubau von 13 der 15 im Ausbauabschnitt vorhandenen Brückenbauwerke,
  • die Anpassung der Rampenfahrbahnen aller drei Anschlussstellen sowohl westlich als auch östlich der A 57 sowie bezüglich der Anschlussstellen Krefeld-Zentrum und Krefeld-Gartenstadt auch die Neutrassierung von Teilen der Anschlussrampen,
  • die Realisierung aktiven Lärmschutzes durch den durchgehenden Verbau eines Fahrbahnbelages mit dem Korrekturfaktor  - 5 dB(A), d. h. eines Fahrbahnbelages, der gegenüber dem Referenzwert des Standardbelages der 16. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (Verkehrslärmschutzverordnung, 16. BImSchV) bzw. der Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen – Ausgabe 1990 – (RLS 90) um 5 dB(A) leiser ist,   
  • die Realisierung weiteren aktiven Lärmschutzes durch den Bau von Lärmschutzwänden, teilweise in gebogener, d. h. oben nach innen gewölbten Form, mit Höhen zwischen 4,50 m und 9 m über Längen von 7.124 m auf der Westseite, 5.674 m auf der Ostseite und 1.852 m im Mittelstreifen der A 57,
  • die über den aktiven Lärmschutz hinausgehende grundsätzliche Anerkennung von Maßnahmen des passiven Lärmschutzes,
  • die Errichtung der Entwässerungsanlagen,
  • die Umsetzung der landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen sowie
  • alle sonstigen mit dem Vorhaben im Zusammenhang stehenden Änderungsmaßnahmen am bestehenden Straßen-, Wege- und Gewässernetz sowie an Anlagen Dritter. 

 

Von den geplanten Bau- und Kompensationsmaßnahmen betroffen sind Grund- bzw. Flurstücke in den Gemarkungen Traar, Uerdingen, Verberg, Bockum, Linn, Oppum und Benrad der kreisfreien Stadt Krefeld sowie in der Gemarkung Ilverich der Stadt Meerbusch im Rhein-Neuss-Kreis.

In der Zeit vom 18. März bis 17. April 2019 haben die Planunterlagen in den Städten Krefeld und Meerbusch für einen Monat zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich ausgelegen. Unabhängig davon sind die Planunterlagen mit Auslegungsbeginn auch im Internet, und zwar sowohl hier (Link siehe unten) als auch über das zentrale Internetportal für UVP-pflichtige Vorhaben (Adresse: https://www.uvp-verbund.de/nw) zugänglich gemacht worden. Bis zum Ablauf der einmonatigen Einwendungsfrist am17.05.2019 sind von insgesamt 33 Einwendern Einwendungen erhoben worden. Die Einwendungen wurden zunächst – wie auch die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange, die separat beteiligt worden sind – dem Landesbetrieb Straßenbau NRW zur Auswertung und Erarbeitung einer Stellungnahme aus Sicht der Vorhabenträgerin (Gegenäußerung) zugeleitet.

Das Verfahren wird fortgesetzt, sobald diese Stellungnahme bzw. Gegenäußerung vorliegt.

Hinweis zur Zuständigkeit:

Im Regelfall fiele das Vorhaben in die örtliche Zuständigkeit der Bezirksregierung Düsseldorf.
Grundlage für die vorliegend davon abweichende Zuständigkeit der Bezirksregierung Detmold ist die Verordnung zur Regelung von Zuständigkeiten nach dem Straßenrecht und Eisenbahnkreuzungsrecht. Sie ermöglicht es dem Verkehrsministerium, entgegen des Regelfalls ausnahmsweise auch einer anderen Bezirksregierung die Zuständigkeit per Erlass zu übertragen. Von dieser Möglichkeit hat das Ministerium mit einem vom 15.08.2018 datierenden Erlass Gebrauch gemacht. 

 

Verzeichnis der Planunterlagen

 

 

Auskunft erteilt:


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Martin Böhmer
05231 71-2541
Eine E-Mail an Martin Böhmer senden

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