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Praevention

Sternform mit Textinhalt Fragen aus der Praxis

 

Welches Vorgehen ist für den Aufbau von sozial- emotionalen Kompetenzen besonders hilfreich?

Emotionen kognitiv erfahrbar machen und Emotionen regulieren üben

  • Trainings für eine differenzierte soziale Wahrnehmung
  • Ziele und Konsequenzen von Verhaltensweisen klären und verdeutlichen
  • Handlungsalternativen kennen lernen
  • Möglichkeiten transparent machen und bewerten
  • Umsetzung konsequent im Transfer einüben

Möglichkeiten der konkreten Förderung bieten sozial-kognitive Trainings z.B. "Ich schaffs". (Fortbildungsangebote nutzen, z.B. Kompetenzteams der Schulämter)

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Welche präventiven Möglichkeiten bietet eine strukturierte Lernumgebung?

Classroom-Management bezeichnet alle Aktivitäten, die von der Lehrkraft unternommen werden, um eine Lernumgebung zu schaffen, die sowohl kognitives Lernen als auch sozial-emotionales Lernen möglich macht (vgl. Evertson/ Weinstein 2006). Eine erfolgreiche Klassenführung zeigt sich durch ein hohes Maß aktiver Lernzeit, eine geringe Anzahl an Unterrichtsstörungen und eine effiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit (vgl. Evertson 2010, Wellenreuther 2009). Grundsätzlich gilt: Guter Unterricht, genaue Kenntnisse der Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und transparente Strukturen, eindeutige Regeln und klare Konsequenzen sind die beste Prävention vor Unterrichtsstörungen und auffälligem Verhalten!

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Was bedeutet Classroom-Management konkret?

Das Classroom-Management ist ein Prozess, der sich sukzessive zu einem Idealbild entwickeln kann. Es ist Aufgabe der Lehrkraft, diesen Entwicklungsprozess zu planen und durchzuführen. Das Classroom-Management ist besonders erfolgreich, wenn es Teil einer systemischen Veränderung der gesamten Schule ist. Kriterien des Classroom-Managements nach Evertson (2009)

  1. Klassenraum vorbereiten, strukturieren und in eindeutige Funktionsbereiche unterteilen
  2. Regeln und Verfahrensweisen planen
  3. Eindeutige Konsequenzen für Verhaltensweisen festlegen
  4. Unterbindung von unangemessenem Schülerverhalten
  5. Regeln und Prozeduren unterrichten (Sozialziele-Center, Margit Weidner)
  6. Gemeinschaftsfördernde Aktivitäten zu Schulbeginn
  7. Rechtzeitig Strategien für potentielle Probleme festlegen
  8. Die Schülerinnen und Schüler beaufsichtigen und ihr Verhalten aufmerksam und sensibel beobachten
  9. Vorbereiten des Unterrichts
  10. Verantwortlichkeit der Schüler
  11. Unterrichtliche Klarheit (Unterrichtsstil)

Kooperative Lernformen

Die Kompetenzteams der Schulämter bieten zu diesem Themenbereich Fortbildungen an.

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Welche präventiven Strategien gibt es für potentielle Probleme?

 

  • Kollegiale Unterstützungssysteme (z.B. kollegiale Fallberatung)
  • Sozialziele-Center aus dem Kooperativen Lernen
  • Klassenrat
  • Sozial-kognitive Trainingsprogramme
  • Token Programme
  • Kooperative Verhaltensmodifikation
  • KlasseKinderSpiel/KlasseTeamSpiel
  • Individuelle Absprachen zu Time-Out-Maßnahmen

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Welche präventiven Strategien können gemeinsam in der Klassengemeinschaft umgesetzt werden?

Eine Möglichkeit bietet die Einführung des Klassenrates. Der Klassenrat ist eine wöchentliche Konferenz der Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe und bietet ein Forum zum Austausch unterschiedlicher Interessen, Erwartungen und Vorstellungen. Die Sitzungen laufen nach einem festgelegten Schema, regelmäßig zu einer festgelegten Zeit statt. Die Leitung, des Klassenrats liegt in der Hand der Schülerinnen und Schüler, die auch Themen und Inhalte der jeweiligen Sitzungen, die nach demokratischen Grundsätzen durchgeführt werden, festlegen. Solche Gesprächsrunden wirken sich positiv auf das Gruppenklima aus und leisten einen wichtigen Beitrag für soziales Lernen. Die Schülerinnen und Schüler lernen eigenständig Entscheidungen zu treffen ihre Angelegenheiten zu regeln sowie Probleme und Konflikte friedlich und kooperativ zu lösen.

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Wie können Regel- und Reflexionssysteme präventiv unterstützen?

Verhaltensregeln formulieren die Erwartungen an das soziale Verhalten und Verfahrensregeln benennen konkrete Vorgaben für bestimmte Abläufe in häufig vorkommenden Unterrichtssituationen. Regeln nur einfach zu verkünden genügt meistens nicht. Lehrkräfte sollten ihre Schülerinnen und Schüler möglichst bei der Regelfindung beteiligen und ihre Erwartungshaltungen zu den einzelnen Regeln deutlich machen. Besonders Verfahrensregeln müssen systematisch eingeübt werden (z.B. Handhabung von Unterrichtsmaterial, Partner- oder Gruppenarbeit oder die reibungslose Ausführung organisatorischer Abläufe).

Die Reflexion ist ganz zentral für die schulische Arbeit mit Verhaltenszielen. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Verhalten wahrzunehmen, zu beurteilen und richtig zu steuern. Weil Schülerinnen und Schüler durch unser Vorbild lernen, sollten Lehrkräfte selbst auch regelgerechtes Verhalten vorleben.

Für Fachlehrerinnen und Fachlehrer stellt sich die anspruchsvolle Aufgabe, sich zum einen an den Klassenregeln zu orientieren und zum anderen zur eigenen Person passende Regeln sowie spezifische Regeln z.B. für den Sport- oder Kunstunterricht in der jeweiligen Lerngruppe zu erarbeiten. Kommunikation über Regeln und die Arbeit an einem verbindlichen Minimalkonsens eines schulinternen Regelsystems unterstützen die Autorität aller Lehrkräfte. Regeln machen für Schülerinnen und Schüler erst Sinn, wenn sie konsequent umgesetzt werden: z.B. 1. Ermahnung 2. Konsequenz wird angekündigt 3. Konsequenz folgt McPhillimy (1996) empfiehlt, bei der Einführung von Regeln drei Punkte zu beachten:

  • so wenig wie möglich (nicht mehr als 5 mit möglichst wenig Wörtern),
  • so einsichtig wie möglich (gemeinsam mit den Kindern erarbeiten),
  • so positiv wie möglich („Wir sind freundlich miteinander“ statt „Ich schlage nicht“.
  • Elementare Regeln und Verfahrensabläufe sollten bereits frühzeitig eingeführt werden.

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Welche Präventionsprogramme zur Förderung emotional-sozialer Kompetenzen für die Primarstufe gibt es?

Beschreibung von Präventionsprogrammen in einer Tabelle - Showbild

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Welche Netzwerke und Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen sind möglich?

Unterschiedliche Formen der Kooperation bieten die Chance, Probleme, an denen eine einzelne Lehrkraft womöglich scheitert, durch die Kooperation verschiedener Professionen und die Berücksichtigung mehrerer Perspektiven,  im Sinne des Kindeswohls zu bearbeiten und Lösungen zu finden.


 

Netzwerke und Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen werden in einem sternförmigen Bild dargestellt

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Letzte Aktualisierung: 31.12.2016

 

 

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