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Förderplanung


 

Infobox

Jeder Schüler und jede Schülerin deren/dessen sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf im Rahmen eines Verfahrens nach AO-SF festgestellt wurde und jeder Schüler und jede Schülerin, der/die in der Schule sonderpädagogisch gefördert wird, hat das Recht auf eine schriftlich festgehaltene Förderplanung.
„Die Lehrkräfte, die die Schülerin oder den Schüler unterrichten, erstellen nach Beratung mit allen anderen an der Förderung beteiligten Personen einen individuellen Förderplan. Sie überprüfen ihn regelmäßig und schreiben ihn fort. Die Sätze 1 und 2 gelten auch dann, wenn eine Schülerin oder ein Schüler sonderpädagogisch gefördert wird, ohne dass ein förmliches Verfahren nach den §§ 11 bis 15 durchgeführt worden ist.“ (AO-SF § 21 (7))
„Für die pädagogisch-didaktische Konzeptbildung und ihre Umsetzung sind neben der speziellen sonderpädagogischen Kompetenz ein Förderschwerpunkt übergreifendes Denken und kooperatives Handeln der Lehrkräfte unverzichtbar. Alle Förderangebote, die sich auf Bewegung, Kommunikation, Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis, Emotionalität und Soziabilität beziehen, sind als Bestandteile eines umfassenden individuellen Förderplans und eines Gesamtkonzepts für die jeweilige Lerngruppe auszuweisen. Der Förderplan sollte gemeinsam mit den Personen, die die Förderung durchführen, in konkrete, umsetzbare Schritte gegliedert und schriftlich festgehalten werden.“ (KMK 2000, S.16)

Sonderpädagogische Förderdiagnostik beschreibt Bundschuh (2002,222ff) folgendermaßen:
„Als förderdiagnostisch relevant erweisen sich die Beobachtung und Beschreibung der Lernausgangslage mit der anschließenden systematischen Suche nach Anknüpfmöglichkeiten, der Entdeckung von Lernwegen sowie der Prüfung der Effizienz versuchsweise initiierter Fördermaßnahmen.“ Konkret ergibt sich für jede Lehrkraft, die einen Schüler sonderpädagogisch fördern soll, folgender Ablauf:

  1. Vorinformationen: Informationen von Eltern oder anderen Einrichtungen einholen in Form einer Anamnese.
  2. Information: Beobachtung der Klasse und der einzelnen Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Stärken, Ressourcen und Störungen. Beschreibung des Verhaltens der Schülerin und des Schülers in schulischen Situationen. Situationen sollen beschrieben werden, in denen die Schülerin oder der Schüler angepasstes Verhalten zeigt und Situationen, in denen Verhaltensweisen als störend auffallen. Dabei müssen auch die sozialen und interaktionalen Prozesse beachtet werden.
  3. Entscheidung: Einzelne greifbare Verhaltensweisen müssen von der Lehrperson als weiterzuentwickelnde Förderbereiche festgelegt werden. Hilfreich ist es hier Kollegen, Eltern und das Kind in einem Gespräch hinzuzuziehen.
  4. Förderung: Konkrete Zielsetzungen werden in Form zu erreichender Kompetenzen schriftlich festgelegt und entsprechende Fördermaßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Förderziel stehen, über einen längeren Zeitraum ausprobiert.
  5. Evaluation: Nach einem festgelegten Zeitraum wird von der Lehrkraft zusammen mit dem Kind und möglichst unter Einbeziehung der Eltern  überprüft, ob die Maßnahmen zur gewünschten Zielsetzung geführt haben. Diese Evaluation wird Grundlage des nächsten Förderplans.

Hilfreiche Hinweise zu Lern- und Entwicklungsplanung finden sich unter: http://www.schulentwicklung.nrw.de/q/inklusive-schulische-bildung/lern-und-entwicklungsplanung/grundverstaendnis/index.html

Im weiteren Verlauf werden einige Arbeitshilfen, die sich als pragmatische Instrumente erwiesen haben, vorgestellt.

 

Letzte Aktualisierung: 31.12.2016

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