Bezirksregierung Detmold

Bezirksregierung Detmold LOGO_BRDT_Druck_NRW
Behördenlogo mit Link zur Startseite
Navigation überspringen
Übersicht Organigramm Kontakt Datenschutz Impressum Kontrast A a

Hauptnavigation

Startseite > Grundwasserentnahme: Pläne liegen öffentlich aus

Grundwasserentnahme: Pläne liegen öffentlich aus

Detmold (25. Oktober 2019). Die Bezirksregierung Detmold hat das Bewilligungsverfahren für die Grundwasserentnahme aus den drei bestehenden Horizontalfilterbrunnen des Wasserwerks „Boker Heide“ in Delbrück eröffnet. Die Antragsunterlagen können vom 6. November bis zum 5. Dezember bei der Stadt Delbrück eingesehen werden.

Die „Gemeinschaftswasserwerke Boker Heide GmbH“ plant, künftig insgesamt 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser zu entnehmen, 500.000 Kubikmeter weniger als bislang erlaubt. Die Entnahmemenge von bis zu 1,8 Millionen Kubikmeter wird in den Versorgungsgebieten der Gesellschafter der Gemeinschaftswasserwerke Boker Heide GmbH als Trink-, Betriebs- und Feuerlöschwasser benötigt. „Die Bezirksregierung Detmold prüft das Vorhaben in einem bürgernahen und transparenten Verfahren. Dazu gehört insbesondere die Beteiligung der Öffentlichkeit“, erklärt Ronny Abraham, zuständiger Dezernent und Leiter der Verfahrensstelle bei der Bezirksregierung.

Die Antragsunterlagen liegen von Mittwoch, 6. November bis einschließlich Donnerstag, 5. Dezember bei der Stadt Delbrück aus. Einwendungen können bis zum 19. Dezember 2019 erhoben werden. Zusätzlich zur Auslegung vor Ort werden die Planunterlagen im Internet, auch auf der Homepage der Bezirksregierung veröffentlicht. „Verfahrensrechtlich maßgeblich ist jedoch allein die Auslegung vor Ort“, betont Ronny Abraham. Darüber hinaus stehen Vertreter der Antragstellerin am Donnerstag, 28. November zwischen 15 bis 18 Uhr vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Alle, die von dem Vorhaben betroffen sind, können bei der Stadt Delbrück oder direkt bei der Bezirksregierung Detmold schriftlich oder zur Niederschrift Einwendungen erheben. „Die Erhebung einer Einwendung per E-Mail mit qualifizierter elektronischer Signatur oder als DE-Mail ist möglich. Eine Übermittlung per ‚einfacher E-Mail‘ ist nicht ausreichend“, erklärt Barbara Späth, verfahrensführende Sachbearbeiterin der Verfahrensstelle. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der ortsüblichen Bekanntmachung der Stadt Delbrück, nachzulesen im Amtsblatt der Stadt Delbrück sowie auf den Internetseiten der Stadt und der Bezirksregierung.

Details zum Vorhaben

Die Gemeinschaftswasserwerke GmbH hat bei der Bezirksregierung Detmold die Erteilung einer wasserrechtlichen Bewilligung beantragt. Gesellschafter der GmbH sind die Städte Delbrück und Salzkotten sowie die Wasserwerke Paderborn GmbH. Die Antragstellerin plant, Grundwasser über die bestehenden drei Brunnen HFB I; HFB II und HFB IV in einer Menge von bis zu 525 Kubikmeter pro Stunde, 12.600 Kubikmeter pro Tag und 2,5 Millionen Kubikmeter im Jahr zu entnehmen. Davon werden 400 Kubikmeter pro Stunde und 1,8 Million Kubikmeter im Jahr zur Versorgung der Gesellschafter in deren Versorgungsgebiet mit Trink-, Betriebs- und Feuerlöschwasser benötigt. Weitere 250 Kubikmeter pro Stunde und 700.000 Kubikmeter im Jahr werden nach einer Sauerstoffanreicherung wieder in das Grundwasser eingeleitet. 

Die Gemeinschaftswasserwerke Boker Heide GmbH ist derzeit im Besitz einer Bewilligung aus dem Jahr 1996, die bis zum 1. August 2020 befristet ist. Sie erlaubt eine Entnahmemenge von bis zu 3 Millionen Kubikmeter pro Jahr, wovon 900.000 Kubikmeter pro Jahr wieder in das Grundwasser eingeleitet werden. Der von der Bezirksregierung Detmold anerkannte Bedarfsnachweis sieht zukünftig die um 500.000 Kubikmeter geringere jährliche Entnahmemenge vor.

Das Grundwasser in der Lippe-Niederterrasse, aus der hier gefördert wird, weist teilweise hohe natürliche Eisen- und Mangangehalte auf, die eine Aufbereitung für die Trinkwasserversorgung erforderlich machen. Die Planungen zur Grundwasserentnahme aus Horizontalfilterbrunnen und unterirdischer Aufbereitung begannen bereits in den 1980er Jahren. 1995 hat die Aufbereitungsanlage den regulären Betrieb aufgenommen.

 

Zur Navigation