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Hilfe für Bielefelds Kinder und Jugendliche

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Beigeordneter Ingo Nürnberger, Regine Weißenfeld (Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bielefeld), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Mathias Schröder (Leiter Kinderhäuser Wintersheide) (von links nach rechts) zeigen die Urkunde der Stiftung.

Detmold (14. Dezember 2018). Die Bezirksregierung Detmold hat die „Stiftung Eikelmann“ errichtet. Die Stiftung verwaltet den Nachlass der Bielefelderin Mariechen Eikelmann. Sie hatte ihr Vermögen im Jahr 1983 an das Land Nordrhein-Westfalen vermacht. Die „Stiftung Eikelmann“ hat den Zweck, die Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Bielefeld zu unterstützen. Knapp 150.000 Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung.

Der Nachlass umfasst umfangreiche Liegenschaften in einem autobahnnahen Industriegebiet in Bielefeld-Sennestadt. Die Grundstücke sind mit Gewerbeimmobilien und einem Einkaufszentrum bebaut. Das Erbe war mit der Auflage verbunden, ein Kinderheim auf dem Grundbesitz zu errichten. Da jedoch das hierfür erforderliche Baurecht nicht vorlag, entstanden bis zum Jahr 1990 die heutigen Kinderhäuser Wintersheide. Sie liegen in der Nähe der vererbten Grundstücke. Trägerin und Betreiberin der „Kinderhäuser“ ist die Stadt Bielefeld.

Das Land NRW hatte der Stadt in den vergangenen Jahren die Ausgaben für die Errichtung des Kinderheims aus den laufenden Einnahmen der Erbschaft erstattet. Damit der testamentarische Willen Mariechen Eikelmanns auch weiterhin und dauerhaft erfüllt wird, hat die Bezirksregierung Detmold nun eine unselbständige Stiftung errichtet. Aus dem Testament lässt sich ableiten, dass insbesondere benachteiligten Kindern und Jugendlichen Unterstützung durch den Zugang zu Bildung sowie zu sozialen, kulturellen, sportlichen und pädagogisch unterstützenden Angeboten gewährt werden soll. Die Bezirksregierung wird dies als Treuhänderin sicherstellen.

Stiftung sichert Unterstützung dauerhaft

Ein Stiftungsbeirat wird der Bezirksregierung künftig Vorschläge unterbreiten, wie die jährlichen Einnahmen der Stiftung verwendet werden sollen. Die derzeitigen Mitglieder des Stiftungsbeirates sind Regine Weißenfeld (Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bielefeld), Bielefelds Beigeordneter Ingo Nürnberger, Georg Epp (Leiter des Jugendamts der Stadt Bielefeld), Matthias Lehmkuhl (Landschaftsverband-Westfalen Lippe) und Christina Krois (Bezirksregierung Detmold). Als erste Maßnahme wird der Beirat die Finanzierung einer zusätzlichen Vollzeitstelle eines Sozialarbeiters oder einer Sozialarbeiterin für die Kinderhäuser Wintersheide beraten, um die Betreuung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung weiter zu verbessern.

Mariechen Eikelmann hatte ihren Wunsch, Kindern und Jugendlichen in Bielefeld zu helfen, bereits Mitte der 1960er Jahre in ihrem Testament festgeschrieben und bis zu ihrem Tod im Jahr 1983 nicht mehr geändert. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl: „Aus dem Testament Mariechen Eikelmanns spricht die Sorge um das Wohlergehen der Schwächsten der Gesellschaft. Über die neue ‚Stiftung Eikelmann‘ stellen wir sicher, dass der Wunsch, den Kindern und Jugendlichen zu helfen, auch in ferner Zukunft noch erfüllt wird. Hierfür danke ich allen Beteiligten, die sich für die Einrichtung der Stiftung eingesetzt haben.“

Beigeordneter der Stadt Bielefeld, Ingo Nürnberger, sagte: „Wir werden sehr verantwortungsvoll mit den Stiftungsmitteln und den Stiftungserträgen umgehen. Unser Ziel ist, mit dem Geld Kindern und Jugendlichen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Teilhabe zu ermöglichen – durch innovative und nachhaltige Projekte. Wir wollen bei der Entwicklung von Förderideen auch den Jugendhilfeausschuss beteiligen.“

 

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