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„Stemweder Berg“: Verordnungen treten in Kraft

Detmold (13. Dezember 2017). Die Bezirksregierung Detmold hat das Verfahren zur Unterschutzstellung des FFH-Gebietes „Stemweder Berg“ abgeschlossen. Die entsprechenden Verordnungen für ein Landschafts- und ein Naturschutzgebiet treten Anfang kommenden Jahres in Kraft. Bereiche von besonderem öffentlichem Interesse hat die Bezirksregierung aus einem Schutzgebiet heraus genommen.

Die Pläne der Natur- und Landschaftsschutzgebiete hatten vom 6. März bis 7. April öffentlich ausgelegen. Vor allem zum neuen Landschaftsschutzgebiet waren Stellungnahmen bei der Bezirksregierung eingegangen. Sie thematisierten insbesondere die Veranstaltungsgelände Freudeneck und das Gelände für Festivals der Waldfrieden-Event GmbH. Die Betroffenen befürchteten, die Flächen künftig nicht mehr für Veranstaltungen nutzen zu können. Die Bezirksregierung hat diese Einwendungen aufgenommen: Veranstaltungen sind dort weiterhin möglich. Das „Freudeneck“ mitsamt Festplatz, Kinderspielplatz und Schützenhaus ist sogar ganz aus dem Schutzgebiet heraus genommen worden.

Den Stellungnahmen verschiedener privater Einwender zum neuen Landschaftsschutzgebiet konnte die Bezirksregierung jedoch nicht folgen. Der Grund: Die neue Verordnung hat keine neuen erheblichen und unzumutbaren Einschränkungen zur Folge. Die Bezirksregierung wertete die fachlichen Kriterien für die Unterschutzstellung und die Gegebenheiten vor Ort im Zuge der Abwägung höher als die Interessen der Einwender.

Das neue Naturschutzgebiet „Stemweder Berg“ wird in der Form ausgewiesen, wie es im Entwurf der Verordnung geplant war. Die betroffenen Waldflächen sind als Staatsforst im Eigentum des Landes NRW. Die Bezirksregierung hatte sich vor dem Verfahren intensiv mit der Forstverwaltung abgestimmt.

Bezirksregierung bindet Betroffene mit ein

Das Verfahren zur Unterschutzstellung sah die Beteiligung der Öffentlichkeit und der so genannten Träger öffentlicher Belange vor. Die Bezirksregierung informierte die Stemweder Öffentlichkeit deutlich über dieses gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus über das Vorhaben. So stellten Fachleute die Planungen im Oktober und November vergangenen Jahres den Ratsmitgliedern sowie mehr als 130 Mitgliedern der Forstbetriebsverbände Haldem-Arrenkamp und Wehdem vor. Darüber hinaus führte die Bezirksregierung zusätzlich zu einem Informationsaustausch mit Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat und Verwaltungsvertretern im Juni dieses Jahres Einzelgespräche mit Einwendern und Betroffenen vor Ort. Zuletzt am Montag, 11. Dezember, stimmte sich Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl mit Bürgermeister Abruszat und Bauamtsleiterin Birgit von Lochow über die Stellungnahme der Gemeinde ab.

Die Verordnungen zu den neuen Schutzgebieten tritt nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Veröffentlichung soll Anfang kommenden Jahres erfolgen.

Zu den Schutzgebieten

Bei dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Stemweder Berg“ handelt es sich um einen Waldkomplex im Bereich des Stemweder Berges mit einer Gesamtgröße von 268 Hektar. Mit der Aufnahme ins Netz „NATURA 2000“ hatten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen die Verantwortung für den Erhalt dieses Waldmeister-Buchenwaldes mitsamt seinen schützenswerten Tierarten, wie Hirschkäfer und Schwarzspecht, übernommen. Dazu gehört die Verpflichtung, das Gebiet mit den Instrumenten des Naturschutzes rechtlich zu sichern, das heißt den Naturschutz auch für die Zukunft zu gewährleisten. Im Zuge dieser rechtlichen Sicherung sind ein Naturschutz- und ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen worden. Sie umfassen eine Gesamtfläche von 1.380 Hektar.

 

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