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Regionalräte fordern leistungsfähige Mobilität für Westfalen-Lippe

Oberbürgermeister Markus Lewe, Regionalratsvorsitzender Engelbert Rauen, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Präsidentin der Fachhochschule Münster Prof. Dr. rer. pol. Ute von Lojewski und Dr. Elmar Brügging (Fachhhochschule Münster) am Rande des westfälischen Regionalratstreffens in Münster

Münster (5. September 2019). Die Regionalräte der drei westfälischen Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster fordern von Bund, Land und Kommunen eine deutlich integrativere Verkehrsplanung. Die Sicherstellung einer zukunftsorientierten, klimaschonenden und funktionierenden Infrastruktur müsse stärker als bisher als gesamtgesellschaftliches Anliegen verstanden werden, heißt es in einem Forderungspapier mit dem Titel „Leistungsfähige Mobilität in Westfalen-Lippe“. Da Digitalisierung unbedingte Voraussetzung aller Mobilitäts-Projekte sei, müsse in Westfalen-Lippe eine flächendeckende Netzausstattung von Glasfaser bis G5 garantiert werden: „Eine Benachteiligung der Fläche im Bereich Mobilfunknetz ist nicht hinnehmbar“, so das Papier, das die drei Regionalparlamente bei ihrer gemeinsamen Tagung in Münster am Donnerstag (5. September) mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP beschlossen haben.

An der Tagung nahmen auch der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst und der Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags, André Kuper, teil. Wüst kündigte in seiner Rede vor den Regionalräten Rekord-Investitionen auf allen staatlichen Ebenen in die Infrastrukturen Nordrhein-Westfalens an, da der Nachholbedarf groß sei. „Zwei Stunden für 90 Kilometer sind für einen Pendler kein Angebot“, sagte der Minister. Gerade im ländlichen Raum müssten die Menschen gut wegkommen, damit sie dort blieben. „Nur Debatten über Bepreisung und staatliche Umverteilung, aber keine besseren Angebote bringen uns nicht weiter“, sagte Hendrik Wüst unter dem Applaus der Regionalräte.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (Münster) regte eine gemeinsame Mobilitätsplattform der drei Regierungsbezirke an, auf der man sich gegenseitig über die Projekte in Westfalen informiere: „Es ist nicht klug, wenn wir alle das Gleiche tun.“ Neue Perspektiven der Mobilität dürften sich nicht nur auf Antriebe beschränken, sondern müssten sich auch in der Infrastruktur der Städte wiederfinden, zumal viele junge Menschen nicht mehr nur auf ein einzelnes Verkehrsmittel fokussiert seien. „Wir brauchen sowohl innovative als auch klassische Systeme. Wir müssen auf passgenaue Konzepte setzen, die an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sind.“ Dies müsse auch neue Luftfahrtkonzepte und die kleinen Flughäfen Westfalens einschließen.

In Vertretung des erkrankten Professors Martin Winter stellte Markus Börner vom Institut Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) der Uni Münster das Dachkonzept „Forschungsfabrik Batterie“ vor, das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung. „Es ist immer noch nicht zu spät, alle Elemente des Wirtschöpfungskreises Batterie in Deutschland für die Mobilitätswende zu etablieren“, betonte Börner.

Aktuelle Forschungen zu Antriebs- und Energiespeichertechnologien stellte Elmar Brügging von der Fachhochschule Münster vor, auf deren Leonardo-Campus die Regionalräte tagten. Die Landräte Klaus Effing (Kreis Steinfurt), Manfred Müller (Kreis Paderborn) und Thomas Gemke (Märkischer Kreis) stellten regionale Mobilitätsprojekte und Herausforderungen des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs im Münsterland, Ost-Westfalen und Süd-Westfalen vor. Thomas Liebig von der TU Dortmund stellte Projekte und Potentiale zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verkehrssteuerung vor.

 

Bildzeile: v.l. Oberbürgermeister Markus Lewe, Regionalratsvorsitzender Engelbert Rauen, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Präsidentin der Fachhochschule Münster Prof. Dr. rer. pol. Ute von Lojewski und Dr. Elmar Brügging (Fachhhochschule Münster) am Rande des westfälischen Regionalratstreffens in Münster

Bildquelle: Bezirksregierung Münster

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