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Regierungspräsident a.D. Walter Stich verstorben

Detmold (4. Februar 2020). Der langjährige Regierungspräsident des Regierungsbezirks Detmold, Walter Stich, ist am Samstagabend in Detmold im Alter von 89 Jahren verstorben. Regierungspräsidentin Judith Pirscher würdigt Stich für seinen Einsatz für die Region. „Mit Walter Stich ist ein überzeugter Begründer und Verfechter der ‚Idee Ostwestfalen-Lippe‘ von uns gegangen. Ohne ihn wäre die Region heute eine andere.“

Walter Stich war 16 Jahre Regierungspräsident in Ostwestfalen-Lippe: von 1979 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1995. Er hatte seine berufliche Laufbahn nach seinem Jurastudium als Leiter des Rechtsamtes bei der Amtsverwaltung Volmarstein begonnen, einem Stadtteil von Wetter im Ennepe-Ruhr-Kreis. In den Landesdienst trat Stich im Jahr 1959 bei der Bezirksregierung Arnsberg ein. Dort war er ab 1970 als Abteilungsleiter tätig. Nach einer zwischenzeitlichen Tätigkeit als Erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Bochum ernannte die nordrhein-westfälische Landesregierung ihn 1979 zum Regierungspräsidenten in Detmold.

Walter Stich galt als Motor und Moderator des Regionalbewusstseins. „Ostwestfalen-Lippe kann nur dann eine positive wirtschaftliche Entwicklung nehmen, wenn eine gemeinsame Identität und ein gemeinsames Handeln der Verantwortlichen in den heimischen Kommunen sichergestellt ist“ – diese Überzeugung prägte Stichs Wirken als Regierungspräsident.

„Das Entstehen der ‚Marke OWL‘ ist maßgeblich auf die Initiative und die Durchhaltekraft von Herrn Regierungspräsidenten a.D. Stich zurückzuführen“, sagt Regierungspräsidentin Judith Pirscher. Die Potentiale Ostwestfalen-Lippes als wirtschaftlich prosperierende Region zu erkennen und andere zu gemeinsamem Handeln zu veranlassen, seien herausragende Fähigkeiten Walter Stichs gewesen, die er stets in den Dienst der Allgemeinheit gestellt habe, so die Regierungspräsidentin. Auch an der Entwicklung der Bezirksregierung Detmold habe er nach Eintreten in den Ruhestand weiter großes Interesse gezeigt. Seine Verbundenheit zur Bezirksregierung habe er auch in allen Jahren nach seiner Pensionierung gelebt.

Schon während seiner Dienstzeit engagierte sich Walter Stich in zahlreichen Ehrenämtern in ganz Ostwestfalen-Lippe. Dazu zählt zum Beispiel der Lippische Heimatbund, dessen Vorsitz er von 1990 bis 2004 innehatte und dessen Ehrenmitglied er war. Außerdem war Stich Vorstandsvorsitzender der evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof, des Bezirksverbandes Ostwestfalen des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge sowie des Fremdenverkehrsverbandes Teutoburger Wald e.V. Im Jahr 2000 wurde er zum Ehrenbürger der Universität Bielefeld ernannt, von 1988 bis 2000 war er Vorsitzender des Kuratoriums der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft.

Das vielfältige ehrenamtliche Engagement Walter Stichs wurde 1984 mit der Verleihung des „Bundesverdienstkreuzes am Bande“ und 1994 mit der Verleihung des „Großen Bundesverdienstkreuzes“ gewürdigt. Am 30. August 2019 erhielt Walter Stich den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Walter Stich hinterlässt seine Ehefrau Hildegard und drei Töchter.

 

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