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Messcontainer in Bielefelder Innenstadt geplant: Luftgüte künftig im Internet abrufbar

Detmold (24. November 2017). Ab Januar 2018 nimmt an der Herforder Straße / Nähe Jahnplatz eine zusätzliche amtliche Messstation des Landes NRW voraussichtlich den Betrieb auf. Dabei handelt es sich um einen so genannten Messcontainer, der die Schadstoffbelastung der Luft kontinuierlich messen soll. Die Stadt Bielefeld prüft derzeit den geplanten Standort.


Durch die zusätzliche Messstation können künftig ergänzende Informationen über die Luftqualität in Bielefeld  zur Verfügung gestellt werden. Die Bezirksregierung Detmold und das für die Messungen verantwortliche LANUV haben damit eine praktikable Lösung für eine entsprechende Anregung aus der Projektgruppe zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans Bielefeld entwickelt.


„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Umweltministerium die Entscheidung treffen konnten, den Bürgern mehr Transparenz in der Luftqualitätsmessung anzubieten, und ihnen so zu ermöglichen, sich über die Luftqualität an dieser stark belasteten Stelle in der Innenstadt zu informieren“, sagt Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.


Mit dem Messcontainer kann die aktuelle Luftqualität, wie zum Beispiel der Stickstoffdioxidgehalt der Luft, kontinuierlich  ermittelt werden. Die Stundenwerte könnten von Januar 2018 an direkt im Internet auf den Seiten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) abgerufen werden.


Als Standort des Messcontainers ist gemäß den rechtlichen Vorgaben die Stelle mit der prognostizierten höchsten Belastung zu wählen. Der Messcontainer soll folglich in unmittelbarer Nähe zur bereits vorhandenen Messstelle an der Herforder Straße / Nähe Jahnplatz aufgestellt werden. Das LANUV hatte die Stadt Bielefeld am 10. November um Unterstützung dabei gebeten, die Luftqualitätsmessung an diesem Standort möglich zu machen.


Hintergrund

Die Luftbelastung an  der Herforder Straße wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) seit dem Jahr 2015 mittels Passivsammler gemessen. Ergebnis der Messungen ist, dass der Grenzwert für die Konzentration an Stickstoffdioxid in der Luft im Jahresmittel überschritten wird. Gemessen wurden 49 Mikrogramm pro Kubikmeter, der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.


Das dadurch notwendig gewordene Verfahren zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans Bielefeld wird geführt durch die Bezirksregierung Detmold. Sie hat dazu eine Projektgruppe eingerichtet, die vor der geplanten Beteiligung der Öffentlichkeit Maßnahmen zur Luftreinhaltung erarbeitet. Parallel zu den Projektgruppensitzungen erstellt die Bezirksregierung Detmold den Planentwurf und nimmt darin die erarbeiteten Maßnahmen zur Senkung der Stickstoffdioxidbelastung auf. Anschließend wird dieser in der Öffentlichkeit ausgelegt. Es besteht dann die Möglichkeit, Einwendungen einzureichen. Nach Ende der Auslegung und Bewertung der eingegangenen Einwendungen erfolgt die Fertigstellung des Plans, anschließend tritt der fortgeschriebene Luftreinhalteplan in Kraft.


Die Luftreinhalteplanung ist eine staatliche Pflichtaufgabe. In Nordrhein-Westfalen sind die Bezirksregierungen dafür zuständig.

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