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Bezirksregierung Detmold schafft 200 Stand-by-Plätze

Detmold (26. März 2019). Die Bezirksregierung Detmold erweitert die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Geflüchtete in Bad Driburg. In dem sogenannten Roten Haus werden circa 200 Stand-by-Plätze geschaffen. Dafür ist ein Umbau des südwestlich gelegenen Gebäudes erforderlich. Die Planungs- und Bauzeit beträgt voraussichtlich bis drei Jahre. Bauherr ist das Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH als Eigentümer der Liegenschaft.

Das „Rote Haus“ wird aktuell nicht genutzt und umfasst neben Erdgeschoss und Keller drei Obergeschosse. Zurzeit erfolgen die Planungen für den Umbau. Der genaue Beginn der Baumaßnahmen steht noch nicht fest. Das Gebäude wird zunächst teilweise entkernt und anschließend umgebaut. Die Arbeiten am „Roten Haus“ beeinflussen nicht den Betrieb der Zentralen Unterbringungseinrichtung im Haupthaus und im ehemaligen Schwesternwohnhaus.

Nach Abschluss der Arbeiten verfügt das Gebäude mit insgesamt 4.400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche über circa 65 Bewohnerzimmer sowie mehrere Gemeinschafts- und Schulungsräume. Derzeitiger Planungsstand ist, die 200 Stand-by-Plätze nicht regulär zu belegen, sondern erst im Bedarfsfall mit einem Vorlauf von vier Wochen zu aktivieren.

Bei der Zuweisung von Schutzsuchenden wird der Stadt Bad Driburg die landeseigene Unterbringungseinrichtung durch die Stand-by-Plätze angerechnet. Für die Stadt vermindert sich ab Schaffung der zusätzlichen Plätze die Aufnahmeverpflichtung von Asylbewerbern um 20 weitere Personen (derzeit 150).

Die Kapazitäten der landeseigenen Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe befinden sich in ständiger Überprüfung durch die Bezirksregierung und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW. Fester Bestandteil des Unterbringungssystems in NRW ist, dass Reserve- und Standby-Plätze vorgehalten werden, um auf etwaige Änderungen der Zugangszahlen oder Notlagen schnell und flexibel reagieren zu können.

Die ZUE Bad Driburg verfügt über eine Kapazität von 300 Plätzen und ist derzeit aber lediglich mit 94 Personen belegt, weil die Einrichtung wegen des Wechsels des Betreuungsdienstleisters ZOF sukzessive leergezogen wird. Die Bewohnerschaft setzt sich aus 16 Nationalitäten zusammen.

Träger der ZUE Bad Driburg ist die Bezirksregierung Detmold. Um die Betreuung der Geflüchteten kümmert sich im Auftrag der Bezirksregierung der Verein Zukunftsorientierte Förderung (ZOF). Für die Sicherheit sorgt das Unternehmen ADU.

 

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