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Entstehung und Aufgaben der EU-Geschäftsstelle

EU-Flagge

Mit Beginn des Schuljahres 1999/2000 haben die Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster im Auftrag des damaligen Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung Geschäftsstellen zur Förderung und Durchführung von EU-Projekten bzw. Projekten unter Beteiligung der Wirtschaft eingerichtet.

Die bereits bestehende Geschäftsstelle im Regierungsbezirk Detmold änderte ihren Namen von Geschäftsstelle für Modellversuche in EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung und ist im Dezernat 45 eingegliedert. Durch die Ausweisung der EU-Geschäftsstellen im Mustergeschäftsverteilungsplan der Bezirksregierungen durch das Innenministerium ist die formale Einbindung gegeben.

 

Die Geschäftsstellen haben den Auftrag, die Berufskollegs über Projektmöglichkeiten zu beraten und sie bei der Planung, Durchführung und Evaluation zu unterstützen. Darüber hinaus sollen die Geschäftsstellen einen bezirksweiten und auch landesweiten Transfer von Projektinhalten und -ergebnissen und die Einbindung in eine regionale Strukturförderung durch Kooperationsmaßnahmen mit den Partnern in der beruflichen Bildung sichern.

 

Die Aufgaben der Geschäftsstellen umfassen vor allem folgende Punkte:

  • Information über Fördermöglichkeiten im Rahmen der europäischen Strukturfonds und der damit verbundenen operationellen Programme des Landes und der EU Gemeinschaftsinitiativen. EU Bildungsprogramme (z. B. LEONARDO und Nachfolgeprogramme) können in die Aufgaben der Geschäftsstelle einbezogen werden.
  • Consulting bei der Auswahl, Erstellung und Planung von Projektkonzeptionen.
  • Erschließung neuer Fördermöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Unterstützung bei der Realisierung und Evaluation innovativer Projektmaßnahmen durch begleitendes Projektmanagement.
  • Kooperation mit der regionalen Wirtschaft und anderen an der beruflichen Bildung beteiligten Einrichtungen. Einer Verankerung schulischer Projekte in der Wirtschaft kommt dabei besondere Bedeutung zu.
  • Förderung der Realisierung transnationaler Pilotprojekte und der Durchführung von Praktika/Auslandsaufenthalten von Ausbildern/Lehrern und Auszubildenden/Schülern in anderen EU-Staaten im Rahmen von EU Fördermaßnahmen.
  • Vermittlung von möglichen EU-Projektpartnern.
  • Dokumentation und Transfer durch geeignete Publikationen (Broschüren, Datensammlungen) und Informationsveranstaltungen in Absprache mit dem heutigen Ministerium für Schule, Jugend und Kinder (MSJK).

 

Die EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung in Detmold führte zum einen die Arbeit in den bereits erfolgreich laufenden Projekten wie Intelligentes Gebäude, Netzlernkultur und DILL fort. Zum anderen erfolgte eine Neustrukturierung und - akzentuierung der Arbeit entsprechend den veränderten Rahmenbedingungen. In neuen Projekten der Berufskollegs unterstützt die EU-Geschäftsstelle diese je nach Bedarf durch Beratung bis zum begleitenden Projektmanagement. Sie orientiert sich dabei u. a. an den von der Regionalkonferenz formulierten Zielen.

Die Evaluation aller Geschäftsstellen für das damalige MSJK im Jahr 2002 hat bestätigt, dass die Geschäftsstellen durch ihre Arbeit mit Blick auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes und neue technische und soziale Herausforderungen einen sinnvollen Beitrag zur Unterstützung der Entwicklungsarbeit der Berufskollegs leisten.

 

 

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