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Messverfahren und Messort entsprechen EU-Vorgaben

Essen/Detmold (31. August 2017). Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat am Donnerstag, 31. August, bei einem Fachgespräch in Bielefeld das Messverfahren und die Festlegung des Messorts zur Ermittlung des Stickstoffdioxidgehalts in der Luft an der Herforder Straße 7 in Bielefeld erläutert: „Das Messverfahren und der Messort entsprechen eindeutig den EU-Vorgaben“, sagte Angelika Notthoff, Abteilungsleiterin für Luftqualität des LANUV und betonte: „Unser Messstellennetz unterliegt selbstverständlich einer ständigen Überprüfung und Optimierung.“

Das LANUV führt seit 2015 in Bielefeld Messungen an der Herforder Straße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Jahnplatz durch, weil Berechnungen ergeben hatten, dass dort die höchste Belastung für Stickstoffdioxid (NO2) zu erwarten sei. Messungen an anderen Stellen in dem fraglichen Bereich würden den europarechtlichen Vorgaben nicht entsprechen, weil dort gemessen werden muss, wo die höchste Belastung zu erwarten ist.

Die Messungen des LANUV an der Herforder Straße bestätigen die erwarteten hohen Werte. Der sich aus diesen Messungen ergebende Jahresmittelwert für 2016 von 49 µg/m3 ist Auslöser für die Fortschreibung des Bielefelder Luftreinhalteplans. Für den Luftreinhalteplan und dessen Fortschreibung ist die Bezirksregierung Detmold verantwortlich. Ziel des Luftreinhalteplans ist es, auf einer aktuellen und soliden Datengrundlage ein wirkungsvolles Maßnahmenbündel zur Reduzierung der Belastung und damit zum Schutz der Gesundheit aufzusetzen.

Zu diesem Schutz wurde europaweit für Stickstoffdioxid, einem Reizgas, das beim Menschen das Herz- Kreislaufsystem belastet, der Jahresgrenzwert auf 40 µg/m3  festgelegt. Dieser Grenzwert ist in Deutschland von der 39. Bundes-Immissionsschutz-verordnung (39. BImSchV) umgesetzt und damit gesetzlich vorgeschrieben.

Die Grenzwerte nach den EU-einheitlichen Kriterien zu überwachen, ist in Deutschland Sache der Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen übernimmt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) diese Aufgabe. Um die Vergleichbarkeit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zu gewährleisten, hat die EU einheitliche Kriterien für die Messungen von Luftschadstoffen und damit auch für die Messungen von NO2 vorgegeben. Eines der Kriterien ist die Überprüfung der Grenzwerte an den Stellen, an denen die höchste Belastung erwartet wird.

Zur Ermittlung des NO2-Jahresmittelwertes kommt in der Herforder Straße ein Passivsammler zur Anwendung. Passivsammler sind gleichwertige Messverfahren zu gelegentlich auch verwendeten stationären Messcontainern. Das Messverfahren und die Aufstellung des Passivsammlers entsprechen damit den europarechtlichen Vorgaben.

Teilnehmer des Fachgesprächs im Bielefelder Standort der Bezirksregierung Detmold waren der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, Vertreter der Stadt Bielefeld, des Bielefelder Rats, der Werbegemeinschaft und Kaufmannschaft, des Handelsverbandes, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, des Landesbetriebs Straßen NRW, des Polizeipräsidiums, des Verkehrsunternehmens moBiel, des VCD Verkehrsclubs, des Vereins Bielefeld pro Nahverkehr, des Landesbüros der Naturschutzverbände sowie des Landesumweltamtes und der Bezirksregierung Detmold. Die Bezirksregierung hatte zu dem Fachgespräch eingeladen.

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