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Marine erkundet Ostwestfalen-Lippe

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Detmold (12. Juni 2017). 25 Besatzungsmitglieder aller Dienstgrade der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ sind vom 12. bis 16. Juni zu Besuch in dem Bundesland, nach dem ihr Schiff benannt ist. Unter Führung des Kommandanten Fregattenkapitän Stefan Schulz lernt die Abordnung die Region Ostwestfalen-Lippe kennen. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hat die Marinesoldaten am Montag, 12. Juni, in Detmold begrüßt.

Etwa eine Stunde hielt sich die Delegation bei der Bezirksregierung Detmold auf und gewann einen ersten Überblick über Land und Leute. „Ostwestfalen-Lippe ist eine Region der Kontraste“, sagte die Regierungspräsidentin. „Die Menschen hier bringen zum Beispiel die Digitalisierung der Industrie national und international voran. Hier ist der Sitz des deutschlandweit führenden Technologie-Netzwerks ‚Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe‘.“ Gleichzeitig sei die heimische Wirtschaft von mittelständischen Betrieben sowie von Land- und Forstwirtschaft geprägt. Es gebe einerseits vielfältige Kulturlandschaften und ökologisch intakte Naturräume, andererseits sei Ostwestfalen-Lippe Standort einer Reihe internationaler Konzerne. „Ostwestfalen-Lippe ist leistungsstark und lebenswert. Hier gibt es viel zu entdecken – auch bei längeren Aufenthalten“, sagte die Regierungspräsidentin.

Kommandant Fregattenkapitän Stefan Schulz nahm die Einladung der Regierungspräsidentin gern an. Ostwestfalen-Lippe beginne, beim ihm und seiner Besatzung einen nachhaltigen und positiven Eindruck zu hinterlassen. Er freue sich auf viele neue Erkenntnisse, die er gerne in die Welt hinaus tragen werde, sagte er.

Fregattenkapitän Stefan Schulz übergibt ein Modell der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ an Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.

Bildunterzeile: Fregattenkapitän Stefan Schulz übergibt im Beisein von Winfried Nowara (Vorsitzender „Freundeskreis der Fregatte Nordrhein-Westfalen“, rechts) und Thomas Rosewig (Staatskanzlei NRW, links) in Detmold ein Modell der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ an Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.

Der Halt in Detmold war der Auftakt der fünftägigen Rundreise durch Ostwestfalen-Lippe. Zu den weiteren Besuchszielen der Marinesoldaten gehören zum Beispiel die Stiftung Bethel in Bielefeld, ein Empfang bei Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen oder ein Besuch des LWL-Freilichtmuseums in Detmold.

„Nordrhein-Westfalen“ derzeit einzige Schiffspatenschaft des Landes NRW

Organisiert wurde der Patenschaftsbesuch vom „Freundeskreis der Fregatte Nordrhein-Westfalen e.V.“ zusammen mit der Staatskanzlei NRW. Der Verein füllt die Schiffspatenschaft mit Leben. Kernelemente sind gegenseitige Delegationsbesuche, Empfänge, Informationsveranstaltungen sowie gemeinsame soziale und kulturelle Initiativen von Paten und Schiffsbesatzungen.

Die Schiffspatenschaft mit der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ ist die derzeit einzige des Bundeslandes. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren es insgesamt 44. Ein Schiff mit dem Namen „Nordrhein-Westfalen“ gab es seitdem noch nicht. In der kaiserlichen Marine hatte es zwischen 1909 und 1919 die Linienschiffe SMS „Rheinland“ und SMS „Westfalen“ gegeben.

Über den Freundeskreis der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“

Eine Aufgabe des Freundeskreises ist es, die Angehörigen der Besatzung während deren Aufenthalte im In- und Ausland zu betreuen. Dazu gehören Angebote im Rahmen von Besuchen der Besatzung in Nordrhein-Westfalen. Der Verein fördert Einladungen zu Firmen, Vereinen und anderen Institutionen in NRW, den Besuch kultureller und sportlicher Veranstaltungen sowie sportliche Begegnungen. Ziel ist, die besondere Verbundenheit der Besatzung mit den Bürgern ihres Patenbundeslandes auf allen kulturellen Gebieten zu stärken. „Weitere Mitglieder und Sponsoren, insbesondere aus Ostwestfalen-Lippe, sind jederzeit willkommen“, sagt Vorsitzender Winfried Nowara.

Über die „Nordrhein-Westfalen“

Die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ gehört zur so genannten Baden-Württemberg-Klasse, auch F 125 genannt. Dieser Schiffstyp ist eine neue Fregattenklasse der Deutschen Marine mit insgesamt vier Schiffen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages genehmigte 2,6 Milliarden Euro für den Bau der Schiffe.

Die Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens, Hannelore Kraft, taufte die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ am 16. April 2015. Die Übergabe des Schiffes an die Marine ist für 2018 geplant. Im Jahr 2013 war die Fregatte „Baden-Württemberg“ getauft worden, ein weiteres Schiff erhielt am 4. März 2016 den Namen Sachsen-Anhalt. Die Schiffe werden dem 4. Fregattengeschwader der Einsatzflottille 2 unterstellt und im Marinestützpunkt Wilhelmshaven stationiert.

Die neuen Fregatten sind für den weltweiten Einsatz über längere Dauer konzipiert. Sie können in nationalen und multinationalen Verbänden operieren. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Seeraumüberwachung in Stabilisierungsoperationen, die Einsatzunterstützung von Spezialkräften von See her. Einsätze in der Bündnisverteidigung und Krisenprävention sowie humanitäre Rettungsmissionen, Terrorismusbekämpfung und die Abwehr von Piraterie zählen zum Aufgabenspektrum.

Anders als vorige Fregatten können Schiffe der neuen Klasse bis zu zwei Jahre andauernde Operationen durchführen. Die durchschnittliche Einsatzdauer kann bis zu 5.000 Seebetriebsstunden pro Jahr betragen, ohne den Heimathafen anzulaufen. Das entspricht nahezu einer Verdopplung der Einsatzzeit und einer Vervierfachung der Wartungsintervalle. Gleichzeitig soll die Besatzungsstärke von bisher maximal 250 auf 120 Mitglieder drastisch reduziert werden.

Bildunterzeile Bild ganz oben:
25 Besatzungsmitglieder aller Dienstgrade der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ unter Führung des Kommandanten Fregattenkapitän Stefan Schulz (vorn, 9. von links) sind noch bis Freitag zu Besuch in Ostwestfalen-Lippe. Der Besuch bei Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (Mitte) in Detmold war der Auftakt der fünftägigen Rundreise durch OWL.

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